Ciderweek und Freiluftkino
Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,
in der Berufsschule lernen unsere Azubis ihre Menüs korrekt zu bezeichnen. Eine der vielen Regeln lautet: keine Sprache mischen. Also das eigene Dessert nicht "Weißes Schokoladenparfait auf Himbeersoße" oder "Halbgefrorenes von weißer Schokolade auf Himbeersauce" zu nennen, sondern "Halbgefrorenes von weißer Schokolade mit Himbeersoße" zu schreiben, wobei man dann korrekterweise von einem Nachtisch sprechen müsste. Wir nennen unsere Kinowoche seit Anbeginn "Freiluft-Kinowoche", weshalb uns die Paarung mit "Ciderweek" im Betreff ein wenig komisch vorkam. Da wir aber wissen, dass die Organisatoren ihrer Veranstaltung einen etwas internationaleren Anstrich verpassen möchten, haben wir nicht "Apfelweinwoche" geschrieben, was zugegebenermaßen etwas ungelenk klingt und zu Verwirrung geführt hätte. Soviel dazu ! ;-)
Am 20.08.26 trennen wir einen Teil unseres Gartens für ein besonderes Event ab. Zusammen mit dem Frankfurter Apfelwein-Sommelier Michael Stöckl präsentieren wir spanische Apfelweine zu spanischen Speisen. Für uns eine schöne Gelegenheit, mal wieder das spanische Nationalgericht Paella zu kochen. Davor gibt es eine Reihe von landestypischen Kleinigkeiten auf die Tischmitte, zu denen man in aller Ruhe die spanischen Apfelweine aus Asturien und dem Baskenland probieren kann. Unsere Pfannenkapazitäten erlauben lediglich die Teilnahme von 60 Personen. Im Preis von 65 Euro sind Sidra, Wasser, Tapas und Paella inbegriffen. Los geht es um 19 Uhr. Die verbindliche Anmeldung erfolgt über unser Reservierungssystem zenchef auf unserer Homepage, wo wir das entsprechende Event am 20.08. um 19 Uhr hervorgehoben haben.
Gerne hätte ich bereits gestern diesen Newsletter verfasst, weil ich dann hätte schreiben können: "Heute in genau vier Wochen beginnt unsere diesjährige Freiluft-Kinowoche !" Nun, gestern war wie sooft nur wenig Zeit, weshalb ich Ihnen jetzt erst schreibe. 2026 stampfen wir unseren bisherigen, roten Faden ein und präsentieren Ihnen keine Filme einer Frankfurter Partnerstadt. Das wird erstens zunehmend schwerer, zweitens können wir in der 36. Kalenderwoche nur an vier Tagen selbst ausgesuchte Filme zeigen. Denn am Samstag, den 05.09.26, findet das sogenannte Lampionfest statt, das das 100-jährige Bestehen der Ernst-May-Siedlung am Bornheimer Hang begeht. Der Bornheimer Ratskeller wird eingebunden sein und einige Dokumentationen über das Neue Frankfurt und die Errichtung der Siedlung öffentlich auf seiner großen Leinwand zeigen. Deshalb haben wir uns entschieden, auch an den anderen vier Tagen Dokumentationen in Spielfilmlänge zu zeigen, bevor die Woche dann am Sonntag mit unserem Erzeugertag endet.
Den Beginn macht am Dienstag, den 01.09., der Dokumentarfilm "Brot" von Harald Friedl aus dem Jahre 2020. Er beleuchtet die vielen unterschiedlichen Herangehensweisen an das Grundnahrungsmittel, vom kleinen, handwerklichen Bäcker in der französischen Provinz bis zum industriellen Produkt im Supermarkt. Am Mittwoch, den 04.09.26, folgt das bildgewaltige Werk "Leaning into the wind" von Thomas Riedelsheimer (2017) über den Künstler Andy Goldsworthy, bei dem Leidenschaft und Hingabe zu ganz anderen Ergebnissen als beim Bäcker führen. Am Donnerstag, den 05.09., folgt dann mit "Land des Honigs" (2019) von Ljubo Stefanov und Tamara Kotevska ein ebenfalls bildgewaltiger, prämierter Dokumentarfilm über die letzte, nordmazedonische Wildimkerin, die für ihren Honig außergewöhnliche Mühen auf sich nimmt, bevor wir dann am Freitag unsere eigene Reihe mit einem Exkurs in die Designwelt und Hauke Wendlers Film "Monobloc" (2022) beenden; einer Reise durch fünf Kontinente, die dem meistverkauften Möbelstück der Welt folgt. Hier können Sie für die Freiluft-Kinowoche Tickets vorreservieren, die dann an der Abendkasse erworben werden.
Soviel für heute, denn unser Garten ist auch am Mittwoch und trotz Sommerferien wieder gut gefüllt und hält uns alle auf Trab. Alles Weitere wie immer auf unserer Homepage.
Gruß aus der Küche und bitte drücken Sie die Daumen für die erste, gänzlich trockene Freiluft-Kinowoche in der Geschichte des Bornheimer Ratskellers, Mario Furlanello